Psalm 15,2-5.
Der makellos lebt und das Rechte tut; der von Herzen die Wahrheit sagt
und mit seiner Zunge nicht verleumdet; der seinem Freund nichts Böses antut
und seinen Nächsten nicht schmäht;
der den Verworfenen verachtet, doch alle, die den Herrn fürchten, in Ehren hält;
der sein Versprechen nicht ändert, das er seinem Nächsten geschworen hat;
der sein Geld nicht auf Wucher ausleiht und nicht zum Nachteil des Schuldlosen Bestechung annimmt.
Wer sich danach richtet, der wird niemals wanken.
shalom ve brachot
Psalm 94,12-15.18-19.
Wohl dem Mann, den du, Herr, erziehst, den du mit deiner Weisung belehrst.
Du bewahrst ihn vor bösen Tagen, bis man dem Frevler die Grube gräbt.
Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstoßen und niemals sein Erbe verlassen.
Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit; ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.
Wenn ich sage: «Mein Fuß gleitet aus», dann stützt mich, Herr, deine Huld.
Mehren sich die Sorgen des Herzens, so erquickt dein Trost meine Seele.
shalom ve brachot
Psalm 119,67-68.71-72.75-76.
Ehe ich gedemütigt wurde, ging mein Weg in die Irre; nun aber halte ich mich an deine Verheißung.
Du bist gut und wirkst Gutes. Lehre mich deine Gesetze!
Daß ich gedemütigt wurde, war für mich gut;
denn so lernte ich deine Gesetze.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Herr, ich weiß, daß deine Entscheide gerecht sind;
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Tröste mich in deiner Huld, wie du es deinem Knecht verheißen hast.
shalom ve brachot
Psalm 32,1-2.5.11.
[Von David. Ein Weisheitslied.]
Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist.
Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt und dessen Herz keine Falschheit kennt.
Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir.
Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. Und du hast mir die Schuld vergeben.
[Sela]
Freut euch am Herrn und jauchzt, ihr Gerechten, jubelt alle,
ihr Menschen mit redlichem Herzen!
Psalm 106,6-7.19-22.
Wir haben zusammen mit unsern Vätern gesündigt, wir haben Unrecht getan und gefrevelt.
Unsre Väter in Ägypten begriffen deine Wunder nicht, dachten nicht an deine reiche Huld und trotzten dem Höchsten am Schilfmeer.
Sie machten am Horeb ein Kalb und warfen sich vor dem Gußbild nieder.
Die Herrlichkeit Gottes tauschten sie ein gegen das Bild eines Stieres, der Gras frißt.
Sie vergaßen Gott, ihren Retter, der einst in Ägypten Großes vollbrachte,
Wunder im Lande Hams, furchterregende Taten am Schilfmeer.
shalom ve brachot